Dienstag, September 22, 2009

Test...Test...1...2...3...

4te Woche:
Melody und ich sind in Dublin....ich bin überfällig, werde in diesem versifften Hostel aber mit Sicherheit keinen Test machen. Was wäre das für eine Erinnerung....Wieder zu Hause mache ich dann drei...ok, den dritten eigentlich nur, weil ich so neugierig auf die Clearblue Wochenbestimmung war.....3+ stand dann da. Ja ach was, das hätte ich mir auch errechnen können. Ich glaube Peter ist überrascht, das die Generalprobe so reibungslos verlaufen ist.... :)

5te Woche:
Ich lese immer von Sympthomen...habe aber selber keine. Es geht mir blendend.

6te Woche:
Hätte ich bloß meine Fresse gehalten. Mir ist kontinuierlich schlecht. Erster Termin bei der Frauenärztin um Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Auf dem Ultraschall sieht man ein Zucken. Das Herz schlägt. Ich gehöre eigentlich nicht zur sentimentalen Masse.....aber das war bewegend. Ich bekomme ein Bild.

7te Woche:
Ich bin die ganze Woche krankgeschrieben, nach dem ich an dem Montag gefühlte 20x gekotzt habe. Die Frauenärztin hat mir Vomex-Zäpfchen gegen die Übelkeit verschrieben....die knocken aber mal so richtig aus. Das RTL-Unterschichtenfernsehen verblödet. Mecker, mecker, mecker.

8te Woche:
Und täglich bricht das Murmeltier. Immer morgens nach dem Aufstehen. Schlecht ist mir nicht, die Galle wartet halt schon an der Gurgel und drängelt. Man kann das mit dem Ansturm beim Karstadt-Schnäppchenmarkt während des SSV vergleichen. Zweiter Termin bei der Frauenärztin. Blutabnahme.
Arzthelferin: Muss ich bei Ihnen was beachten, bevor ich Ihnen gleich Blut abnehme?
Ich: Ja, sie werden keine einzige Vene sehen und haben nur einen Versuch.
Arzthelferin: Oh, ok.
Sie war gut..........so gut, das mir beim Vorstellen des Blutspritzgeräusches jetzt noch anders wird.
Wieder Ultraschall. Es zuckt mit dem Stumpen der einmal ein Beinchen wird! Ich nenne es TicTac und bekomme noch ein Bild.

9te Woche:
Mir ist immernoch übel, aber immerhin muss ich mich nicht mehr übergeben. Essen mindert das Unwohlsein. Da die Verdauung intakt ist, habe ich noch nicht zugenommen, möchte mich aber an der Stelle schonmal bei TicTac für den unausgewogenen Ekelfraß entschuldigen, den ich täglich so zu mir nehme.
Laut Blutuntersuchungsergebnissen ist bei mir nicht mehr genügend Schutz vor Röteln vorhanden.
Sprechstundenhilfe: "Und halten sie sich von Kindern fern."
Ich: "Ihnen ist aber schon bewusst, das die Tür hier gegenüber zu ner Kinderarztpraxis gehört, oder?"

10te Woche:
Es ist Montag und mir ist nicht schlecht. Ich habe gar keine Sympthome und fühle mich absolut unschwanger.
Dienstag sieht die Welt schon wieder anders aus. Das Zähneputzen muss aufgrund von Würge- und Brechreiz unterbrochen werden. Da wir den Namen "Kotzi" beim Amt sicherlich nicht durchbekommen würden, schlage ich Peter die englische Version "Puky" vor.

11te Woche:
Kotz, Kotz, Kotz

12te Woche:
Die Nackentransparenz-Untersuchung und dazugehörige Blutabnahme ergeben keine Auffälligkeiten. Alles im grünen Bereich. Familie ist eingeweiht :)
Den dicken Bauch hat's von der Mutter....und was die Honeckerfaust angeht....nun ja, da werden wir zu gegebener Zeit mit ihm/ihr reden...















13te Woche:
Die letzte Nacht in der alten Wohnung war der Horror. Ich wollte eigentlich noch Reste einpacken, aufgrund von extremen Kopfschmerzen und Göbeln, war dies allerdings nur zum Teil möglich. Der Umzug an sich...ein Traum, die neue Wohnung....ein Traum. Streichen der alten Wohnung....ein Albtraum, denn Weiß ist nicht gleich Weiß.

14te Woche:
Jubel, Trubel, Heiterkeit, brechfrei seit 4 Tagen. Allerdings sollte man sich ja nicht zu früh freuen, wie ich heute morgen dann wieder feststellen durfte.

15te Woche:
Und was Einen nicht umbringt.....
Ich könnte auch mit nem Gänseblümchen im Bett sitzen, ihm die Blütenblätter ausreißen und dabei sagen "Ich kotze....ich kotze nicht....ich kotze....." Aber wenn's nur so sporadisch auftritt kann ich auch noch bis Anfang März damit leben.

Donnerstag, August 20, 2009

Saturday Night Fieber












Mittwoch, Mai 06, 2009

Whg. ges.

Wohnungssuche ist anstregend. Natürlich hat man bestimmte Vorstellungen und natürlich gefallen uns die 140qm Wohnungen zur Kaltmiete von €2.000,- in den bliebten Stadtteilen, aber weder Peter noch ich werden uns dafür prostituieren und an den Steindamm stellen (wobei ich da bestimmt noch bessere Chancen hätte).

Ich werde daher am Wochenende mal folgende Anzeige schalten lassen:

Sie suchen uns? Sie kriegen uns!
Glücklich verheiratetes / solventes / pflegeleichtes / hilfsbereites / haustier- und mackenloses / vermieterbeliebtes Paar (29/32) sucht zum 01.08. oder später: 3-4 Zi, 85-120qm, VB, Balkon, gerne Holzdielen/Pitchpine/Parkett, kein EG, kein Nachtspeicher, in den Problembezirken Barmbek-Süd, Winterhude, Eppendorf, Eimsbüttel, Rotherbaum, Hoheluft-Ost/West, Harvestehude, Ottensen, Othmarschen.
Kaltmiete: max. €1.100,- (wir müssen unser teures Hobby "Reisen" nebenbei noch finanzieren)
Geben Sie uns unseren Glauben an freie Wohnungen zurück! Chiffre XXXX

P.S. Diese Anzeige kostet im Hamburger Abendblatt €170,40,-. Ja sind die denn bekloppt???

Sonntag, April 26, 2009

Just Married...

Hätte ich für die Frage "Und? Bist du denn schon aufgeregt?" jedes mal 5 Euro bekommen.....ich wäre eine gemachte Frau.
Ich war bis einschließlich Donnerstag die Ruhe selbst. Ja, "Gelassenheit" war praktisch mein dritter Vorname.
Dann....Freitag, Standesamt-Tag. Petrus wusste das sein Namensvetter heiratet...Strahlender Sonnenschein.
Um fünf Uhr war ich wach. Zu dem Zeitpunkt hätte ich auch gut mit den Schnäpsen anfangen können. Muss man zum Standesamt auch was Blaues dabeihaben? Ich wär's gewesen. In den 5 Stunden bis zu meinem Zehn-Uhr-Friseurtermin war ich gefühlte 20x in unserer Keramikabteilung. Dahingehend wäre bei der Trauung dann also nichts mehr passiert.
Peter hat mich dann um halb eins beim Friseur abgeholt, ab nach Hause umgezogen und flugs zum Heine Haus, dem Ort des Geschehens.
Der Standesbeamte Robert Müller, der mit spanischem Akzent die Trauung abhielt, sorgte für eine ausgelassene Stimmung.

R.M.: "Ich verlese jetzt die Antwort von Amber-J. G. auf die Frage "Was lieben Sie an Ihrem Partner Jens?"
Ich: "Peter."
R.M.: "Äh, oh ja, entschuldigen Sie bitte."
Das Eis war gebrochen....allerdings herrschten in dem Raum gefühlte 40 Grad. Ich wurde gekocht.
Der Rest des Tages war ebenso traumhaft wie das Wetter.
Tag 2. Kirchliche Trauung. Wieder die Ruhe selbst. Meine Schminkbeauftragte Frau G. war pünktlich um halb eins bei uns vor Ort und ganz euphorisch ihr Kreppeisen an mir auszuprobieren. Bei ihrer Tochter hätte sie dies schon getan und hätte ganz toll ausgesehen.
Kreppeisen. Das ist ja sowas von 90er. So lief man rum, wenn man mit Papilloten nicht zurecht kam....Bald darauf stieß die Fotografin dazu.
Fotografin: "Amber, jetzt lächel doch mal, jetzt guck doch mal freundlich, nicht so angestrengt. Du guckst immer so unfreundlich."
Schminki: "Dafür kann sie nichts, das hat mit ihren tiefliegenden Augen zu tun, deswegen sieht sie unfreundlich aus."
Sollte mir also nochmal jemand blöd kommen....das ist die Begründung.
Um halb vier, fertig zur Abreise. Als Trauzeugin Josie und ich ankamen, war die Kirchentüraufschließerin (oder war's ne Küsterin?) aufgeregter als die ganze Gesellschaft.
Küsti: "Da sind sie ja endlich. Dann kann es ja jetzt losgehen."
Vaddi und ich also rein. Kommt uns schnellen Schrittes der Pfarrer entgegen.
Pfarrer: "Nein nein, sie sind doch noch gar nicht dran, sie sind zu früh."
Ich: "Äh die aufgeregte Dame sagte wir sollen reingehen."
Pfarrer: "Nein, Sie müssen nochmal raus."
Ich:" Ok, wir kommen gleich wieder."
Wer kann schon von sich behaupten, seinen großen Auftritt 2x gehabt zu haben.
So und wer nun denkt ab hier wird langweilig. Irrtum.
Nachdem Pfarrer Brinkmann mich einmal mit Frau Götze angesprochen hat, bat er nach dem Ringtausch meine Trauzeugin Josie, die das Ringkissen noch in Händen hatte, seine Mappe zu halten. Sie verstand nicht ganz was er wollte und legte ihm das Ringkissen auf die Mappe. Schön war's. Ich musste mich wirklich zusammenreissen. Sie hat mich dann beim Verlesen der Fürbitten auch keines Blickes gewürdigt. Besser war's :)
Der Rest des Tages............wunderschön.
Peter und ich können abschließend sagen, das es unsere persönliche Traumhochzeit war. So gerne nochmal, mit allen die da waren :)
So und nun widme ich mich wieder meinem Alltag.......ich werde gleich mal eine "Suchen Wohnung"-Anzeige aufgeben.

Donnerstag, Februar 19, 2009

Beschwerde an unseren Telefonanbieter ALICE

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme heute mit einer Beschwerde auf Sie zu.

Bislang musste ich den „Service“ des Störungsdienstes glücklicherweise nicht in Anspruch nehmen, nun ist es aber doch dazu gekommen.
Wir sind am 15.02. aus dem Urlaub zurückgekommen und unser Festnetzanschluss hat nicht funktioniert.
Ich rief daraufhin am 16.02. den Stördienst an, dieser machte einen Reset und es ging wieder. Am 17.02. dann die gleiche Geschichte. Allerdings wurde mir gesagt, dass am 18.02. in der Zeit von 13-17 Uhr (das ist ein halber Urlaubstag) ein Techniker von der Telekom vorbeikommen würde und das Problem live vor Ort behoben wird.

Da saß ich also. Vier Stunden für Nichts und Niemanden. Um halb fünf habe ich nochmal beim Stördienst angerufen um mich zu vergewissern, das auch wirklich jemand kommt. „Ja, es kann sein, dass noch jemand kommt, muss aber nicht. Wir werden von dem Telekom-Techniker über den Stand noch informiert und Sie erhalten dann heute noch eine SMS auf Ihr Handy.“ Es kam kein Techniker, es kam keine SMS.

Heute Morgen habe ich wieder meinem täglichen Highlight entgegengesehnt und beim Stördienst angerufen.
„Ich habe keine SMS bekommen.“
„Wir haben auch keine Info von der Telekom bekommen. Das sollte heute passieren. Wir werden Ihnen dann umgehend eine SMS schicken.“
Ah ja.

Als ich vorhin von einem Termin kam und auf mein Handy sah, standen dort 2 Anrufe in Abwesenheit. Ein Herr Krüss oder Küss oder wie auch immer von der Telekom hatte mir um 9.26 Uhr auf die Mailbox gesprochen, das er bei mir vor Ort sei, hier aber keinen antreffen würde. Komisch.
Ich möge mich bitte mit dem Stördienst in Verbindung setzen und einen neuen Termin vereinbaren.
Wissen Sie, wenn ich mich durch die Weltgeschichte beamen könnte, dann wäre das ja kein Problem gewesen. Da ich diese Eigenschaft allerdings nicht besitze, haben wir uns somit mehr als knapp verpasst.

Ich bin keine 90jährige Rentnerin, die ihren Lebensabend zu Hause verbringt und deren Highlight es ist Besuch vom Telekom-Techniker zu bekommen. Ich gehöre zur arbeitenden Bevölkerung, denen jeder Urlaubstag und sei er auch noch so halb HEILIG ist.

Ich habe auf den Anruf des Telekom-Technikers hin wieder beim Stördienst angerufen und meinen Unmut dem Callcenter-Angestellten kund getan, der einfach aufgelegt hat. Ich gehe davon aus, das Sie ihr Personal dahingehend geschult haben, das es in der Lage ist ein Telefon zu bedienen. Muss also annehmen, dass die Person absichtlich aufgelegt hat.
Mittlerweile hänge ich seit anderthalb Stunden in der Stördienst-Warteschleife.

Im Internet kann man folgenden Satz zum Thema Kundendienst finden:
Unter Kundendienst versteht man zum einen eine organisatorische Einheit in einem Unternehmen, zum anderen die Leistung dieser Abteilung. Als Resultat der fortschreitenden Anglisierung oft auch als Service (customer service oder customer care) bezeichnet, oder manchmal als after sales, geht es um die Erfüllung von Kundenwünschen, die nach dem Verkauf eines Produktes, also einer Ware oder einer Dienstleistung, vorgetragen werden.

Ich kann bei Ihnen momentan weder etwas „Organisatorisches“, noch die „Erfüllung meiner Wünsche“ erkennen.

Ich gehe davon aus, dass die Störung noch diese Woche behoben wird, sollte das nicht der Fall sein, habe nicht nur ich meine Nerven, sondern auch Sie mich als Kunden verloren.

Mit freundlichen Grüßen
Amber-Janine G.

P.S. Erwähnte ich, das wir unsere Hochzeitseinladungen mit der Bitte um Zu- oder Absage unter unserer Festnetznummer versehen haben?

Montag, Januar 05, 2009

Better fly, TUIFly...

...hat sich gestern nicht bewahrheitet.
Es ist 19.20 Uhr am Salzburger Flughafen.
Wir gehen an der langen Schlange vorbei um zu sehen wo man sich für Hamburg anstellen muss.
Am Ende der langen Schlange natürlich. Darauf machte uns auch eine kleine ganz am Ende stehende Frau mit roten, kurzen Haaren und einer orangefarbenen Winterjacke ohne Aufforderung aufmerksam.
"Hier ist die Schlange für den Flug nach Hamburg."
Ähm ja, nehmen Sie einfach den Stock aus Ihrem Allerwertesten...und rot und orange....lassense mal.

Ohne das Ticket nochmal vorzeigen zu müssen gings dann durch die Sicherheitskontrolle. Interessant. Kann also jeder rein.
Unser Flug sollte um 20:20 Uhr gehen.......mittlerweile war es 20:40 Uhr. Die Manchester Maschine war weg.....die Berliner Maschine war weg....und wir hatten auch langsam keine Lust mehr.
Dann........Boarding!
Eigentlich rollten wir nur zur Startbahn, dachten aber kurzzeitig wir würden die Strecke nach Hamburg fahrend zurücklegen. Und was soll man sagen? Wir fuhren zurück zum Ausgangspunkt.
Es gab Diskrepanzen zwischen Passagier- und Gepäckliste.

Das heißt im Klartext:
Das Gepäck wurde ausgeladen und wir durften unsere Gepäckstücke identifizieren. Zum Glück hatte ich mein CSI-Köfferchen mit allen notwendigen Utensilien dabei. Es ging los bei den Reihen 25-32 (oh, das sind ja wir). Hinten raus, hinten wieder rein. Sehr unvorteilhaft. Bei den nächsten Reihen war der total witzige Steward dann schlauer. Vorne raus, hinten wieder rein. Fehlte nur noch der Radetzkymarsch als musikalische Untermalung.
Eine Stewardess kam mit ner Namensliste rum, die von Passagier zu Passagier abgehakt wurde.

Es war mittlerweile 22 Uhr. Dann folgte die Durchsage das alle gefunden wurden, das Gepäck nun wieder eingeladen wird und der Flieger aber nochmal enteist werden müsse. Um halb elf sind wir dann gestartet.
Ansage total witziger Steward: "Um uns besser kennenlernen zu können, löschen wir zum Start nun das Kabinenlicht, Sie können aber gerne die über Ihnen befindliche Leselampe anschalten."
Der hätte mal in Reihe 31 vorbeschauen sollen, dann hätte er mich aber kennengelernt!
Hinzu kam, das er viel zu oft seine "äußerst charmanten Kolleginnen" erwähnt hat. Nachtigall ick hör dir trapsen!

Um kurz vor halb zwölf sind wir endlich in HH gelandet, standen noch ca. 20 Minuten am Gepäckband und warteten dann 15 Minuten aufs Taxi.

Frohet Neuet, wa!

Montag, Dezember 22, 2008

Drei Nüsse für Aschenbrödel

Wer kennt es nicht, dieses wunderbare tschechische Märchen und wer möchte es nicht gerne mal auf Großleinwand sehen. Josie und ich also gestern zum Streits (welches übrigens am Jungfernstieg ist, nicht wie gedacht an der Mönckebergstrasse) und in die bis auf den Bürgersteig reichende Schlange gestellt. Genervt? Nein, deswegen doch nicht, wir sind ja schließlich nicht umsonst Deutsche. Schlangestehen ist eine Leidenschaft die zelebriert werden sollte!

Als wir an der Kasse angekommen waren, fragte die Person hinterm Tresen:
"Haben Sie reserviert?"
Wir: "Ähm nein, wir wollten Karten kaufen."
Tickettrulla: "Dann müssen Sie sich dort hinten rechts anstellen und warten, bis die momentan reservierten Karten nicht abgeholt werden."
Kein Problem für uns, dann zelebrieren wir halt noch ein bißchen. Die Schlange wurde kürzer und kürzer und als wir wieder an der Reihe waren, uns schwahnte schon Böses, hatten wir uns in die Schlange für Essen&Getränke gestellt.....Der Mann hinter uns allerdings auch, also kann es nicht allein an uns gelegen haben. Nach etwas Gezehter und einer kurzen Schlange hatten wir endlich die ersehnten Karten.

Im Kino war der Altersschnitt so um und bei........30.
Ich glaube bei solchen Filmen gibt es drei Kategorien.
1. Familien mit Kindern
2. Josie und mich
3. Hardcore-Fans, die sämtliche Merchandise-Artikel haben und den Film sozusagen LEBEN

Neben mir saß Kategorie 3. Eine Frau, Mitte 40, daneben vermutlich ihre Teen-Tochter.
Bei Missgeschicken der Darsteller im Film war immer ein "Hupps, haha" zu hören.
Als ein Fuchs über den Bildschirm lief, behielt sie ihre Meinung nicht für sich uns sagte: "Datt is aber ein fetter Fuchs, der is gut über den Winter gekommen. Boah."
Und als am Ende die bekannte Titelmelodie erklang wurde eifrig mitgesummt.
Ich konnte mich plötzlich wieder erinnern, warum ich kein großer Kinogänger bin.

Josie hatte da mehr Glück. Nachdem sie "nur" 2x versehentlich den vorderen Sitz angestoßen hatte bekam sie missbilligende Blicke von der Frau die in eben diesem saß. Beim Rausgehen später beschwerte sich die Frau noch bei ihrem Mann darüber.
Josie daraufhin:"Es tut mir leid, das Sie so unglücklich sind."

Nun gut, wir mussten ja nur knapp anderthalb Stunden mit den Leuten auskommen, sie dagegen mit sich ein ganzes Leben.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen sicheren Rutsch!