Montag, Dezember 22, 2008

Drei Nüsse für Aschenbrödel

Wer kennt es nicht, dieses wunderbare tschechische Märchen und wer möchte es nicht gerne mal auf Großleinwand sehen. Josie und ich also gestern zum Streits (welches übrigens am Jungfernstieg ist, nicht wie gedacht an der Mönckebergstrasse) und in die bis auf den Bürgersteig reichende Schlange gestellt. Genervt? Nein, deswegen doch nicht, wir sind ja schließlich nicht umsonst Deutsche. Schlangestehen ist eine Leidenschaft die zelebriert werden sollte!

Als wir an der Kasse angekommen waren, fragte die Person hinterm Tresen:
"Haben Sie reserviert?"
Wir: "Ähm nein, wir wollten Karten kaufen."
Tickettrulla: "Dann müssen Sie sich dort hinten rechts anstellen und warten, bis die momentan reservierten Karten nicht abgeholt werden."
Kein Problem für uns, dann zelebrieren wir halt noch ein bißchen. Die Schlange wurde kürzer und kürzer und als wir wieder an der Reihe waren, uns schwahnte schon Böses, hatten wir uns in die Schlange für Essen&Getränke gestellt.....Der Mann hinter uns allerdings auch, also kann es nicht allein an uns gelegen haben. Nach etwas Gezehter und einer kurzen Schlange hatten wir endlich die ersehnten Karten.

Im Kino war der Altersschnitt so um und bei........30.
Ich glaube bei solchen Filmen gibt es drei Kategorien.
1. Familien mit Kindern
2. Josie und mich
3. Hardcore-Fans, die sämtliche Merchandise-Artikel haben und den Film sozusagen LEBEN

Neben mir saß Kategorie 3. Eine Frau, Mitte 40, daneben vermutlich ihre Teen-Tochter.
Bei Missgeschicken der Darsteller im Film war immer ein "Hupps, haha" zu hören.
Als ein Fuchs über den Bildschirm lief, behielt sie ihre Meinung nicht für sich uns sagte: "Datt is aber ein fetter Fuchs, der is gut über den Winter gekommen. Boah."
Und als am Ende die bekannte Titelmelodie erklang wurde eifrig mitgesummt.
Ich konnte mich plötzlich wieder erinnern, warum ich kein großer Kinogänger bin.

Josie hatte da mehr Glück. Nachdem sie "nur" 2x versehentlich den vorderen Sitz angestoßen hatte bekam sie missbilligende Blicke von der Frau die in eben diesem saß. Beim Rausgehen später beschwerte sich die Frau noch bei ihrem Mann darüber.
Josie daraufhin:"Es tut mir leid, das Sie so unglücklich sind."

Nun gut, wir mussten ja nur knapp anderthalb Stunden mit den Leuten auskommen, sie dagegen mit sich ein ganzes Leben.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und einen sicheren Rutsch!