Man kann Gefühle nicht lesen, man kann sie nur empfinden
Ich widme diese Gedanken jemandem, der heute im Alter von 28 Jahren verstorben ist.
Ich kann nicht behaupten die Person gut gekannt zu haben, aber ich sah sie mehrmals die Woche, man redete, man lachte. Jetzt ist sie tot. Samstag ins Krankenhaus gekommen, im Koma gelegen, heute gestorben. Es kam überraschend, es war nichts worauf man sich lange vorbereiten konnte. Kein Abschied. Was wären die letzten Worte gewesen, wenn man was geahnt hätte? Man hätte dem Menschen Mut gemacht. "Alles wird gut." Es ist eine Lüge. Einiges kann gut werden, Alles nie. Aber dennoch hätte man sich an diesen Strohhalmsatz geklammert. Man glaubt "Sie ist jung, ihr Körper ist jung, ein Koma ist sozusagen die Sparflamme des Körpers, seine Auszeit die er sich nimmt, um sich regenerieren zu können..."
Ich überlege die ganze Zeit was ihre letzten Worte waren, worum ihre letzten Gedanken kreisten und warum so ein herzensguter Mensch mit nur 28 Jahren die Lebensbühne verlassen musste. Keine Zugabe, nur der letzte Vorhang.
Wenn das Leben schon so ungerecht ist, was ist dann der Tod?


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