Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Endlich, es war soweit. Die roten heißen Chilichoten in der Wuhlheide. Wuhlheide? Ja in welchem Stadtteil ist eigentlich die Wuhlheide? Ich glaube irgendwas um und bei Köpenick die Ecke, weeste?
Der Weg dorthin sollte lang und steinig werden, oder sollte ich besser sagen unbeschildert? Es gibt in Deutschland keine Großstadt, die so beschissen ausgeschildert ist wie das dicke B. Also entweder ist das Geld jetzt komplett für die WM verbraten worden, oder die ersten ausländischen Fans haben die Wegweiser mitgenommen. Wir, Josie und ich, mussten 7 Personen fragen, bis wir endlich am Ziel waren.
Person 1, ältere Dame mit Gehwagen: Hach, ditt weesik nisch so jenau. Aba faahnse erstmal über die Brücke und denn fraajense nochmal jemanden.
DANKE
Person 2, Dame mittleren Alters mit Rad anbei: Da müssnse umdrehn, inne andere Rischtung. Über die Brücke immer weiter und denn räschts, da isset ooch Ausjeschildat.
DANKE, Ausgeschildert, nee is klar nä
Person 3, Mitarbeiter der Stadtreiniung (?) Berlin: Wuhlheide, Wuhlheide, ja wo issn die, waatnse ma. Da faahnse hier die Strasse runta und denn in die......mensch wie heißtn die....ach SCHEISSE....
Frau J.: Na der Name ist egal, sagen Sie uns nur ob rechts oder links, wir finden das schon. (wir standen an einer roten Ampel wohlgemerkt und hatten auch nicht ewig Zeit)
Person 3: Hier imma weita runta, räschts und denn weita und denn links.
Äh ja, DANKE
Person 4, echte Schweden, an den Trikots erkennbar (das Spiel Schweden-Paraguay fand zeitgleich statt)
Frau J.: Entschuldigung, könntet ihr uns vielleicht sagen.......ach nee, lass ma.
Personen 5+6, Mann + Frau auf der Mauer: Da müssense hier runta, denn räschts, denn die zweete räschts inne Wilhelminostrasse rin, da isset denn.
DANKE
Person 7; Mittzwanziger im Auto: Jeradeaus, da vorne anna Ampl links und denn seida ooch da.
DANKE
Also wir haben es letztendlich auch gefunden, aber was für ein Akt. Ich werde einen Schilderfonds für die Stadt Berlin einrichten. Spenden können dann gerne jederzeit entrichtet werden.
Vor Ort dann die absolute Freakshow. Und mit Freak meine ich unvorteilhaft (was noch schmeichelt) gekleidete Personen aller Altersgruppen. Wir durften unsere Augen sogar an nackten Oberkörpern ergötzen. Oberkörper die gerne Sonne und Nahrung gesehen hätten.
Nervig waren die pubertierenden Jungs (und anders kann man das nicht bezeichnen) aus den sächsischen Landen, welche mit ihren Schlachtrufen "Gib mir ein R"....."R"........usw, entertainten. Aufgrund des dezent erhöhten Alkoholpegels kam dann meist "Red Peppers" raus....ähm ja.
Aber das Konzert, ja das Konzert war der Hammer, obwohl wir nicht in der ersten Reihe standen. Aber Eau de Körperschweiss war gestern nicht der Trend des Tages.
Schön das es noch eine Band gibt, bei der ich wieder zum Teenager mutiere und mich nen Keks freue. Anthony, du bist und bleibst ne kleine Drecksau.
Und für diejenigen, die gerne Lachen: http://www.taz.de/pt/2001/10/18/a0170.1/text


2 Kommentare:
Und dieses Steak im Brötchen... geil!
Mein persönlicher Favorit zwischen all den Stylingkatastrophen: die Dicke, die sich alle 2 Minuten bei fiesester Hitze die Stufen Richtung Klo hochquälte und das in Springerstiefeln...!
Berlin = Trendhauptstadt? Ick wees ja nich...
Ach, nee...
hättste mal vorher jefracht... ;cD
dit Schaf und meine Wenigkeit wohnen ja quasi fast an di Wuhlheide, wa? Aber wat solls!
Regel Nummer 1: Frag niemals einen Berliner den du nicht kennst nach dem Weg! Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass du keine vernünftige Antwort erhälst. Es ist so gar ein Lacher hier, man erzählt Freunden und Bekannten, wie man die Leute qwieder mal in die falsche Richtung geschickt hat. Es gibt sogar Bücher über dieses Thema :cD
Also, bevor es das nächste mal in die Hauptstadt geht, vorher anrufen oder so!
Ganz liebe Grüße von der Schnuckerette.
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